4.2 Lektion eins

„Setz Dich ruhig hier her.“ Hört er und setzt sich. Das Sofa knarrt. Er setzt sich auf die vorderste Kante. Man kann es ihm ansehen, ihm ist nicht ganz geheuer hier.

„Wir lassen dich erst mal in Ruhe. Komm erst einmal an.“ Spricht eine weibliche Stimme. Er ist viel zu nervös um die Sprecherin zu identifizieren.

Er schaut sich um. Braune Ledersofas stehen in Formation. Im ganzen Raum sehr viel Beige, viel Braun. Ein Bild, nein, zwei Bilder hängen an der Wand. Eine Vase, darin steckt Dekoration, wieder ist da viel Braun. Alles ist aufeinander abgestimmt. Der Raum hat etwas von einer Hotellobby. Es ist unaufdringlich, unpersönlich und modern.

Drei Sofas bilden ein Hufeisen. Zwischen deren Schenkel steht ein Tisch. Kerzen, Aschenbecher und Zigarettenpackungen liegen darauf. Er sitzt alleine auf seinem Sofa. In den anderen Sofas sitzen drei Frauen. Zwei sitzen nebeneinander, eine sitzt alleine über Eck. Damit sitzt diese auch über Eck mit ihm. Er nickt einmal zu den Frauen. Sie beachten ihn nicht. Sie rauchen. Sie rauchen alle drei. Sie unterhalten sich. Er hört etwas von Mexiko, aber er hört nicht hin. Verstohlen betrachtet er die Drei.

„Die sehen normal aus. Völlig normal.“ Denkt er. Er rutscht etwas nach hinten auf dem Sofa. Er entspannt. Alles ist gut, alles ist normal.

Eine der Frauen steht auf.

„Kann ich dir etwas mitbringen?“ fragt sie ihn. Sie hat schwarze Locken. Es ist eine richtige schwarze Mähne. Sie ist groß. Sie trägt ein sommerliches leichtes Kleid. Kein Wunder, es ist ja auch Sommer. Verbindlich höflich lächelt sie ihn an.

„Nein danke, danke nein“ sagt er. Seine Stimme knarrt. Er blickt kurz zu ihr, dann schaut er weg.

Die Frau rechts von ihm beugt sich vor und zieht den Aschenbecher zu sich über den Tisch. Sie drückt ihre Zigarette aus. Sie schaut zu ihm, dann lächelt sie.

„Das erste Mal hier?“ fragt sie. Er erkennt ihre Stimme. Sie ist die Sprecherin die ihn eingeladen hat auf das Sofa. Sie ist groß. Sie ist eine große Person, halblanges dunkles Haar trägt sie mit schiefem Schnitt. Ihr Gesicht ist nicht unbedingt hübsch. Es ist markant, ein wenig herb. Sie ist der südländischer Typ beschließt er. Sie trägt ein schwarzes Kleid. Er sieht keinen Schmuck, aber ein Tattoo. Es zieht sich den ganzen Arm herunter bis zur Hand.

Er nickt. „Ja, das erste Mal. Das erste Mal überhaupt in so etwas hier.“

„Oha!“ sagt sie und grinst.

Die Schwarzgelockte kommt wieder. Sie balanciert eine Tasse Kaffee, stellt sie auf den Tisch und setzt sich auf ihren alten Platz.

Die drei Frauen beginnen wieder zu reden. Es geht noch immer um Mexico. Das Gespräch dreht sich um Urlaub und um Delfine. Er hört ein wenig zu.

So geht das eine Weile. Sie sitzen auf dem Sofas, die Frauen reden und er schweigt. Einmal schaut ihn die Dritte im Bunde an, eine Blondine. Sie lächelt verhalten, er lächelt verhalten zurück.

„Zigarette?“ fragt ihn plötzlich seine Sitznachbarin. Das kam unvermittelt. Er hat sich ein wenig erschreckt. Er schüttelt den Kopf. Viel zu schnell macht er das. Sie nimmt sich eine Zigarette aus ihrer Packung.

„Rauchst du nicht?“ fragt sie, als sei das so ungewöhnlich.

„Eigentlich schon.“ antwortet er langsam. Sie zieht eine zweite Zigarette aus der Packung, steckt sich beide in den Mund und zündet sie an. Sie kontrolliert die Glut und reicht ihm eine. Zögerlich nimmt er sie an.

„Danke“ sagt er und schaut zu ihr. Der erste Eindruck stimmte, sie ist ein südländischer Typ. Ziemlich deutlich ist sie geschminkt um die Augen. Ein geschwungener Strich mit Cajal. Ihre Augen sind grau. Das kontrastiert zu ihrem dunklen Teint. Da ist nicht nur das große Tattoo auf dem Arm, etwas Vergleichbares zieht sich auch an der Seite den Hals hinauf.

Seine Augen wandern nach unten. Ganz natürlich zum Dekoltee. Das ist üppig, aber er schaut weg. Es ist ihm zu indiskret. Sie sitzt zu nah.

„Schüchtern?“ fragt sie und zieht an ihrer Zigarette. Sie hat ihn beim Beobachten beobachtet. Er fühlt sich ertappt. Sie grinst und pustet Rauch nach oben in die Luft.

Er grinst auch. Es ist ein verlegenes Grinsen.

„Was?“ sagt sie. Es war ein wenig zu laut, aber es klang freundlich. Er atmet ein und wieder aus.

„Ein bisschen überfordert vielleicht.“ Sagt er Richtung Tisch. Er blickt zu den anderen Frauen. Sie schwatzen, er hört nicht hin.

„Hast du es dir so vorgestellt?“ fragt Misses Tattoo.

Er schaut zu ihr. Sie guckt freundlich. Er beschließt sie zu mögen.

„Nein, ganz anders.“ Sagt er langsam.

„Wie?“

Er zögert. „Billiger, schmuddeliger,…“ Ihm fällt das passende Wort ein, aber er sagt es nicht. Sie ergänzt seinen Satz. Sie spricht aus was er denkt:

„nuttiger?“

Er blickt zu ihr. Er nickt.

„Das gibt es auch.“ Sagt sie. Er nickt wieder. Seine Zigarette ist fast abgebrannt. Er dreht sie zwischen den Fingern. Er betrachtet die Glut. Sie schaut ihn weiter an, freundlich und herb zugleich. Er grinst unter ihrem Blick und macht einen letzten Zug an der Zigarette.

„Und wie findest du es?“ fragt sie.

„Ich sehe ganz normale Frauen.“ Sagt er. Sie kichert. Er schaut wieder zu ihr. Sie ist amüsiert.

„Ich sage mal so:“ Er muss das Wort im Mund drehen bevor er es spricht. Aber dann tut er es, sie benutzt es schließlich auch: „Ich hatte Nutten erwartet, aber hier sind ganz normale Frauen.“ Sie fängt an zu gackern. Sie macht ein glucksendes Geräusch.

Er zuckt mit der Schulter „Aber vielleicht kommen die Nutten ja noch.“ Sagt er und drückt die Zigarette aus. Jetzt lacht sie laut.

„Joy, ich bin Joy“ sagt sie und reicht ihm die Hand. Er schüttelt sie. Es wirkt förmlich. Ein wenig unpassend ist das für hier.

„Paul“ sagt er, freundlich schaut sie.

„Ich muss dir nicht erklären wie das hier funktioniert?“

„Ich glaube ich habe es kapiert.“ Antwortet er.

„Es ist keine Schande einfach wieder zu gehen.“ Sagt sie.

Er nickt.

„Jetzt doch einen Kaffee?“ fragt sie und er sagt ja.

Er sitzt und schweigt auf dem Sofa. Er trinkt seinen Kaffee und hört den Frauen zu. Ein Mann setzt sich zu ihnen. Er setzt sich neben Paul. Joy redet auch mit ihm. Joy und dieser Mann kennen sich. Man muss nicht lange raten woher. Der Mann ist älter als Paul. Er ist etwas untersetzt und spricht mit schwäbischem Akzent. Dann fragt er die Blonde, ob sie Zeit hat. Sie nickt, beide stehen auf und gehen. Es geht schnell. So einfach ist das.

Joy blickt zu Paul. Er lächelt verlegen.

„Kaffee, Cola?“ fragt sie. Seine Tasse ist längst leer.

„Nein, ich glaube ich gehe.“ sagt er. Doch er bleibt. Es dauert eine Weile, da kommt Joy zurück.

„Du bist ja immer noch hier.“ sagt sie zu ihm und setzt sich auf ihren Platz. Sie hat eine Cola dabei. Eine dieser niedlichen kleinen Colaflaschen aus Glas. Er nickt. Sie beugt sich zu ihm.

„Das ist kein Problem wieder zu gehen. Das machen die meisten beim ersten Mal. Es ist keine Schande.“ Sagt sie leise. Sie fingert nach ihren Zigaretten und zieht sich eine heraus. Sie hebt die Packung zu ihm. Er schüttelt den Kopf.

Paul presst die Lippen aufeinander, er rutscht auf die vordere Sitzkante. Er ist verlegen und schaut sie von der Seite an.

„Hast du Zeit?“ fragt er schnell. Sie hebt die Augenbrauen. Sie ist überrascht. Damit hat sie nicht gerechnet. Dann breitet sie ihr Lächeln über ihr Gesicht aus. Ihre Augen funkeln.

Etwas leiser sagt er: „Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie.“ Es klingt wie eine Entschuldigung.

„Ja, ich habe Zeit, können wir machen, Gerne.“ sagt sie. Sie zieht an ihrer Zigarette. Sie betrachtet ihn, langsam quillt der Rauch aus ihrem Mund.

„Schüchtern aber stark.“ Sagt sie leise. „Du bist schüchtern aber stark.“ Wiederholt sie lauter. Er schaut sie an. Sie ist eine gescheite Frau, denkt er. Was macht so eine Frau hier. Andererseits, sagt er sich, intelligent und Hure schließt sich nicht aus.

„Ich bin ein ziemlich großes Mädchen.“ Sagt sie und grinst ihn an. „und ich bin voller Tattoos. Ist das ein Problem?“ Sie spricht mütterlich. Da ist etwas Mütterliches in dem Ton. Etwas provokant klingt es auch.

Er lacht. Er schaut zum Boden und schüttelt den Kopf. Dann blickt er sie an. „Nein, ich denke nicht.“ Sagt er. „Ich habe gerade ganz andere Probleme.“

„Schüchtern aber stark.“ Wiederholt sie. „Dann werde ich einmal ein wenig gegen deine Schüchternheit tun“. Mit der Kippe im Mund nuschelt sie. „Ich werde dir etwas erklären. So etwas Ähnliches wie eine Lektion wird das.“ Sie reibt ihre Hand. Versonnen schaut sie sich dabei zu. Dann lächelt sie und schiebt ihr Feuerzeug in die halbleere Zigarettenpackung. Sie steht auf.

„Komm!“ sagt sie zu ihm.

Auch das Zimmer ist braun mit Beige. In der Frage der Dekoration ist der Laden konsequent. Ein großes Bett steht in der Mitte des Raums. Ein glattes sauberes cremefarbenes Laken liegt darauf. Es gibt eine riesige Dusche mit Glasfront. Eine Dusche von bestimmt sechs Quadratmetern Fläche. Gedimmtes Halogenlicht verleiht der Dusche etwas Sakrales. Eine Dusche wie ein Kultraum, ein moderner Kultraum in sphärischem Licht.

„So.“ sagt sie und stellt ihre Tasche ab.

„Wir duschen erstmal.“ Sie lächelt und zieht sich aus. Gräulich dunkel schimmern Tattoos auf ihrer Haut. Überall sind welche davon. Sie hat vergrößerte Brüste. Sie sind nicht riesig, aber sie sind groß und stramm. Sie ist schlank. Sie sieht wie eine Frau aus den Musikvideos aus. Das denkt Paul: „Genau, das ist sie! Sie ist eine der Musikvideofrauen. Ein sehr verruchtes, Exemplar, ein bisschen verlebt, aber genau so sieht sie aus.“

Sie öffnet ihren BH. Sie nimmt ihn in ihre Hände und spielt mit ihm. Im fallen ihre gepiercten Brustwarzen auf. Sie lächelt ihn an. Dann legt sie den BH zur Seite.

Er ist verlegen. Nicht wegen der Nacktheit. Nein, gar nicht. Das ist es nicht. Auch nicht wegen der Situation, dem Ganzen hier. Nein, es ist das Gefälle. Das Gefälle zwischen ihm und ihr. Sie dominiert alles. Den Raum, die Handlung, auch ihn. Er ist durch und durch Gast. Sie weiß es und lächelt dazu.

Auch er zieht sich aus. Sie beobachtet ihn dabei. Er zieht seinen Pullover über den Kopf. Als sein Blick wieder frei wird, sieht er ihren Blick. Sie schaut wie eine Lehrerin. Sie ist eine wohlwollende Lehrerin in Musikvideomädchengestalt, denkt er.

„Was wünschst du Dir denn?“ fragt sie in ganz warmen Ton. Wie beiläufig zieht sie ihren Slip herunter. Auch dort sieht er Schmuck. Aber er schaut nur ganz kurz hin.

„Wünschen?“ fragt er.

„Ja, wünschen!“ sagt sie und lacht leise. Sie hebt die Augenbrauen als erwarte sie eine Antwort. Aber sie erwartet keine Antwort, das spürt er genau. Er spürt etwas anderes: Jetzt beginnt seine Lektion.

„Ja, wünschen.“ Wiederholt sie und geht nackt auf ihn zu. Sie nimmt ihn an der Hand und zieht ihn zur Dusche. In der Mitte der Dusche lässt sie ihn los. Er beobachtet sie. Sie lächelt zu ihm und stellt das Wasser an. Ein Schwall warmen Wassers ergießt sich über ihn. Dann dreht sie das Wasser wieder ab. Sie grinst. Sie ist trocken. Er ist nass. Sie ist dem Wasserstrahl entgangen. Er steht in der Mitte der Dusche und lässt geschehen, was da kommt.

Diese Szene hat etwas Surreales. Er denkt daran wo er hier ist, was er hier macht. Diese Riesendusche, dieses Halogenlicht, diese über und über tätowierte Frau, dieses Lachen von ihr. Kurz denkt er an das Geld das er ausgibt, zwei Euro pro Minute. Ihm ist als wenn das Geld wie das Wasser im Abfluss der Dusche verrinnt. Bisher ist es jeden Cent wert findet er. Paul hat recht: Es ist eine sehr gute Investition.

Sie greift zur Seife. Auch er hebt die Hand, doch sie schüttelt den Kopf.

„Das mache ich.“ Sagt sie sanft, streckt ihre Hände und seift seine Schultern ein. Ganz langsam gleiten ihre Finger über ihn. Sie schaut sich dabei zu, hält den Kopf schräg, sie lächelt.

„Du hast keine Ahnung von Frauen.“ Sagt sie leise. Sie schaut nicht auf. Er schmunzelt.

„Leugnen ist zwecklos.“ Sagt er.

Sie hält inne mit dem Einseifen. Ihre Hände liegen auf seiner Brust. Sie schaut ihm in die Augen.

„Puhh, bist du cool.“ Haucht sie. Sie verzieht das Gesicht. Die Haut auf ihrer Nase kräuselt sich. Dann reibt sie seine Brust weiter mit Seife ein.

„Du kommst hier alleine rein. Nicht wie andere mit einem Kumpel, einer Gruppe beim ersten Mal, nein, du kommst alleine! Dann suchst du auch noch eine aus. Beim ersten Mal nimmst du eine auf Zimmer und zwar nicht irgendeine.“ Sie macht eine Schnute und spricht weiter: „Nein, nicht irgendein scheues Häschen, nein mich! Die frechste Göre vom Dienst. Und dann sprichst du noch coolen Text.“ Sie schaut ihn wieder an. „Du hast keine Ahnung wie cool du bist.“ Doch da irrt sie. Er weiß es, er fühlt es nur nicht.

„Pfhhh.“ Macht er.

„Also, was wünschst du dir?“ fragt sie und ihre Hände gleiten seifig herab zu seinem Glied und dann wieder den Bauch hinauf. Sie waren nur kurz unten zu Besuch. Sie grinst.

„Schon wieder diese Frage. Darf man sich etwas wünschen?“ fragt er.

Sie macht einen Schritt. Sie tritt ganz dicht an ihn heran. Er spürt ihre Brüste. Sie sind kühl und glatt. Sie gleiten auf seiner Haut und der Seife darauf. Sie flüstert in sein Ohr. Ihr Gesicht ist ganz dicht an seinem. Er steht still, er wartet nur.

„Weißt du was der Unterschied zwischen hier und draußen ist?“ flüstert sie. Sie legt den Kopf schief und schaut ihm in die Augen.

„Ich glaube schon.“ Sagt er leise.

„Nein,“ sagt sie „das glaube ich nicht. Der Unterschied hat mit dem Wünschen zu tun. Nur mit dem Wünschen. Das du hier bist, ist das Ergebnis von zu wenig Wunsch.“ Sie lächelt. Sie löst sich von ihm, nimmt neue Seife und geht um ihn herum. Sie seift seinen Nacken, seinen Rücken ein. Sie macht es versiert. Ihre Hände verlassen seine Haut nie.

„Du musst dir etwas wünschen bei Frauen.“ sagt sie „Das ist das ganze Geheimnis. Und du musst auf deine Wünschen bestehen. Das wollen die Frauen.“ Sie tritt von hinten an ihn heran. Sie flüstert in sein Ohr.

„Wenn du Frauen glücklich machen willst, wenn du mit ihnen umgehen willst, wenn du bekommen willst was du willst, dann musst du wissen was du willst. Du musst dir Wünsche wünschen.“ Sie kichert ganz leise, kommt um ihn herum und schmiegt sich von vorne an ihn. Dann gibt sie ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. Er ist verblüfft.

„Wenn du keine Wünsche äußern kannst, wenn du nichts findest, was du dir wünschst, stehst du nur schüchtern herum.“ Sagt sie. Sie steht ganz nah vor ihm und lacht ihn an. Er fühlt wie ihre Hände an seiner Hüfte kreisen, dann um sein Glied.

„Ein Mann der nicht wünschen kann,“ fährt sie fort „ ist kein Mann. Den bestraft die Frau dafür und lässt ihn teuer bezahlen.“ Sie lacht ihn an. Sie gibt ihm einen Kuss. Dieser Kuss war etwas länger. Er hat ihre Zunge gespürt, ganz kurz.

„Der Witz ist…“, sagt sie heiter und nimmt jetzt seinen Schwanz in die Hand und wäscht ihn. Sie formt wieder eine Schnute mit dem Mund. „Der Witz ist, die Männer könnten das alles umsonst bekommen.“ Sie zeigt an sich herunter. „Bei jeder Frau, jeder Mann, wenn er nur wünschen kann.“ sagt sie. „Naja, bei fast jeder Frau.“ Relativiert sie und stellt die Dusche an. Das Wasser prasselt herab. Sie reibt die Seife von ihm.

Sie dreht das Wasser wieder aus. Auch sie ist jetzt nass. Die Luft in der Dusche ist jetzt warm und feucht. Er schaut sie an. Joy fasziniert ihn. Er hat sie nicht aus den Augen gelassen. Es ist diese Dominanz, ihre Silhouette, diese Tattoos in diesem Licht, das verfehlt bei Paul seine Wirkung nicht. Vor allem entgeht ihm nicht, was sie sagt. Er glaubt ihr und er versteht.

„Aber heute, jetzt hier.“ Sie zuckt mit den Schultern und hebt kurz die Hände „Nun, du hast bezahlt.“ Sagt sie und schaut ihn neckisch an. „Da brauchst du nicht zu wünschen.“ Sie zieht eine Flappe mit der Unterlippe „Hier bekommst du geliefert, auch wenn du schüchtern bist.“ Sie lächelt und zwinkert ihm zu. Dann legt sie die Hände an seine Lenden und geht vor ihm auf die Knie.

Sie nimmt seinen Schwanz in ihren Mund und fängt an. Er atmet ein und wieder aus. Er denkt. Fast stört ihn, was sie da macht, dabei ist es sehr angenehm. Beinahe verpasst er den ersten gekauften Blowjob seines Lebens.

„Ich fühle mich, als sei ich in der Schule.“ denkt er. Es ist ein lustiges Gefühl. „Eine komische Schule ist das.“  Er lächelt und ihm ist klar was das war: Das war Lektion eins!

 .

Wie recht er hat! Wie recht sie hat!

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